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Steuerfreibetrag für reaktiviertes medizinisches sowie pflegerisches Personal

Das Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg teilt mit: Reaktiviertes medizinisches sowie pflegerisches Personal hat Freibetrag (sog. Übungsleiterfreibetrag)

Die medizinische und pflegerische Versorgung von kranken Menschen infolge der Corona-Virus-Pandemie stellt das medizinische und pflegerische Personal vor große Herausforderungen. Gesundheitsämter und Krankenhäuser versuchen daher Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger zu aktivieren, deren Beschäftigungsverhältnis ruht (z.B. aufgrund von Elternzeit) oder die sich bereits im Ruhestand befinden.
Um bei diesen Bemühungen zu unterstützen, möchte ich Sie auf folgende steuerliche Regelung hinweisen:
Die ärztliche und pflegerische Versorgung von kranken Menschen zählt zu den begünstigten Tätigkeiten im Sinne des § 3 Nr. 26 Einkommensteuergesetz. Wenn das medizinische bzw. pflegerische Personal in den Gesundheitsämtern oder staatlichen bzw. gemeinnützigen Krankenhäusern eingesetzt wird und die regelmäßige Wochenarbeitszeit nicht mehr als 14 Stunden beträgt, dann sind nach dieser Vorschrift Vergütungen bis zu 2.400 Euro im Kalenderjahr steuerfrei (sog. Übungsleiterfreibetrag).
Übt die Ärztin oder der Arzt bzw. die Pflegerin oder der Pfleger mehrere begünstigte Tätigkeiten aus, wird der Freibetrag nur einmal gewährt. Die Einnahmen aus allen begünstigten Tätigkeiten sind bis 2.400 Euro steuerfrei.
Bei der Prüfung, ob die Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro für eine sogenannte geringfügig entlohnte Beschäftigung nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Viertes Buch Sozialgesetzbuch (sog. Minijob) nicht überschritten wird, bleiben die oben genannten steuerfreien Einnahmen unberücksichtigt (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 16 Sozialversicherungsentgeltverordnung).

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